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In one part
of his oeuvre, Tobias Pils works with ink and graphite on paper
whereby white and the fragile materiality of paper are basic resources
that are integrated in the compositional process. Paper for him
is not simply a basis for work but integral compositional material
and motif. White, untouched surfaces interlock with dense painterly
zones, seducing the eye into seeing fictive spaces, landscapes and
objects. At the same time, they also make it possible for us to
become conscious of this moment of seduction. A fine web of sharply
delineated circles and lines, like a fragile skeleton or subcutaneous
mesh, either criss-crosses, outlines or even contrasts the transparent
layers of wash. Sometimes these graphisms appear like pseudo technoid
apparatuses or architectures in the middle of precipitous dream-like
landscapes. On closer inspection, however, they turn out to be nothing
but loosely assembled constellations of surfaces, lines and shadings.
To
look at these pictures means setting out in search of a trail, taking
up traces, concentrating them into configurations only to lose sight
of them, assuming something figurative while seeing through its
fictive structure. These pictures make one aware of how seductive
the gaze is, to what extent it interprets signs and markings as
representations, or how much the desire to recognize forms is an
attempt at orientation despite all facts. Pils keeps this chain
of associations in a delicate balance, raising it to the level of
consciousness. We are thus confronted by works that bear witness
to illusive and ephemeral connections and do not conceal them. By
intentionally avoiding the explicit, these works convey that constant
deviation from superficial solutions is most precise aim imaginable
for a work of art.
rainer
fuchs on tobias pils
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In
einem Teil seines Oeuvres arbeitet Tobias Pils mit Tusche und Graphit
auf Papier, wobei das Weiß und die fragile Materialität
des Papiers als grundlegende Ressourcen in den Gestaltungs- und
Kompositionsprozess miteinbezogen werden. Das Papier ist nicht einfach
Arbeitsgrundlage, sondern integrales Gestaltungsmaterial und motiv.
Weiße unbearbeitete Papierflächen werden mit malerisch
verdichteten Zonen so verflochten, dass sie den Blick dazu verführen,
fiktive Räume, Landschaften und Gegenstände zu sehen,
aber zugleich auch die Möglichkeit schaffen, dieses Moments
der Verführung gewahr zu werden. In die lasierend transparente
Tusche sind mitunter scharf gezogene Kreise und Liniengespinste
gesetzt, die wie ein feinnerviges Strukturgerüst oder ein subkutanes
Gespinst die malerischen Partien durchziehen, konturieren oder auch
kontrastieren. Manchmal erscheinen die Graphismen wie pseudotechnoide
Apparaturen oder Architekturen inmitten abgründig traumartiger
Landschaftsräume und sind bei genauerer Betrachtung doch nichts
als lose Konstellation von Flächen, Linien und Schattierungen.
Diese
Bilder zu betrachten, bedeutet sich auf eine Fährtensuche zu
begeben, Spuren aufzunehmen, sie zu Konfigurationen zu verdichten
und diese wieder aus den Augen zu verlieren, Gegenständliches
zu vermuten und doch zugleich dessen fiktionale Struktur zu durchschauen.
Man kann angesichts dieser Bilder erkennen, wie verführbar
der Blick ist, wie sehr er Zeichen und Markierungen als Darstellungen
deutet bzw. wie sehr das Gestaltsehen einen Versuch der Orientierung
allen Tatsachen zum Trotz darstellt. Pils hält dieses Spiel
der Assoziationen in der Schwebe und hebt es als Thema ins Bewusstsein.
So sieht man sich Werken gegenü£ber, die von Scheinhaftigkeit
und ephemeren Zusammenhängen zeugen und dies nicht verbergen.
Arbeiten, die also absichtlich das Eindeutige fliehen und ein permanentes
Abweichen von vordergründigen Lösungen als die denkbar
präziseste Aufgabe, die ein Kunstwerk einzulösen vermag,
vermitteln.
rainer
fuchs zu tobias pils
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